Virtuelle Kraftwerke (VPPs) bündeln erneuerbare Energien, erstellen Prognosen und vermarkten Strom am Markt. Dieses Modell hat viele Jahre gut funktioniert – allerdings nur für relativ große, voll- einspeisende Anlagen.
Heute verändert sich die Landschaft:
Immer mehr kleine Liegenschaften, Gewerbebetriebe und Prosumer besitzen Batteriespeicher, PV-Anlagen oder steuerbare Verbraucher. Diese Behind-the-Meter-Anlagen müssen sowohl lokal optimiert als auch marktgerecht eingebunden werden.
Genau hier stößt das klassische VPP an Grenzen.
Und genau hier setzt das Flexibilitätswerk an – ein Virtuelles Kraftwerk, das EMS-Funktionalitäten integriert hat.
Ein VPP betrachtet Anlagen vor allem aus Marktsicht und fungiert als Bindeglied zwischen Prognosen und Fahrplänen.
Doch kleine Liegenschaften haben zusätzliche Anforderungen:
Ein klassisches VPP allein kann diese Komplexität nicht abbilden.
Das Flexibilitätswerk ergänzt die klassische Vermarktungslogik um lokale Optimierungsfunktionen. Dadurch können flexible Verbrauchsanlagen und Speicher gleichzeitig lokal wirtschaftlich betrieben und marktdienlich gesteuert werden.
Viele Betreiber speisen nur Überschüsse ein – nicht die Gesamtproduktion.
Das Flexibilitätswerk liefert dafür eine Eigenverbrauchsprognose, die Bilanzkreisabweichungen minimiert und die Vermarktung stabilisiert.
➡️ Ergebnis: Niedrigere Ausgleichsenergiekosten und höherer Vermarktungserfolg.
Das Flexibilitätswerk plant den Betrieb des Speichers anhand von Vorgaben des Händlers – z. B. Preissignalen, Grenzkosten oder Einsatzrestriktionen.
➡️ Ergebnis: Multi-Use möglich – Marktvermarktung und lokale Ziele (z. B. Eigenverbrauch, Peak-Shaving) ohne zusätzliche lokale IT-Last
Das Flexibilitätswerk bezieht Prognosen von etablierten Prognosedienstleistern, z.B. ENFOR oder energyweather – und prüft automatisch die Datenqualität.
Fehlerhafte oder unvollständige Daten werden nicht an die Modelle weitergegeben. Somit wird ein konsistentes Modelltraining sichergestellt.
➡️ Ergebnis: Höhere Prognosequalität, weniger Bilanzkreisabweichungen, stabilere Erlöse.
Anlagen oder ganze Pools können live geregelt werden – basierend auf:
Damit lassen sich dynamische Restriktionen, PPA-Strukturen oder EEG-Regelungen problemlos abbilden.
➡️ Ergebnis: Maximale Flexibilität bei der vertraglichen Gestaltung und der technisch-wirtschaftlichen Umsetzung.
Statt jede Anlage einzeln zu steuern, gruppiert das Flexibilitätswerk Assets dynamisch:
Die Pools sind vollständig steuerbar, prognostizierbar und bei Bedarf direkt für Bilanzkreisverantwortliche anmeldbar
➡️ Ergebnis: Hohe Usability, weniger Integrationsaufwand, klare Strukturierung großer Portfolios.
Der B3S-Standard richtet sich an Betreiber kritischer Infrastrukturen – nicht an Technologieanbieter.
Wir sind kein Anlagenbetreiber, aber stellen Funktionen bereit, die Aggregatoren benötigen, um B3S-Anforderungen umzusetzen (z. B. sichere Schnittstellen, transparente Steuerungen).
Relevant ist:
Kurz: Relevant, aber nicht verpflichtend für Energiekoppler: Wir erfüllen die Aspekte, die Aggregatoren benötigen, ohne selbst Betreiber im Sinne des BSI zu sein.
Kleine Liegenschaften und Behind-the-Meter-Anlagen brauchen heute mehr als eine reine Marktplattform. Sie benötigen:
Das Flexibilitätswerk vereint diese EMS-Funktionalitäten mit den klassischen Stärken eines Virtuellen Kraftwerks – und macht damit auch komplexe kleine Anlagen „marktfähig“. Es ist die nächste Evolutionsstufe des VPPs.