Ein EMS (Energy Management System) ist das zentrale Optimierungstool innerhalb einer Liegenschaft.
Es steuert lokale Energieflüsse wie PV-Anlage, Batterie, Lasten oder Ladeinfrastruktur.
Kurz gesagt: Das EMS denkt lokal und optimiert die Liegenschaft in Echtzeit.
Ein VPP (Virtual Power Plant) vernetzt viele dezentrale Anlagen – zum Beispiel Batteriespeicher, PV-Anlagen oder flexible Verbraucher – und steuert sie gemeinsam, als wäre es ein großes Kraftwerk.
Ein VPP arbeitet prognosebasiert: auf Basis von Last-, PV- und Marktprognosen plant Energieeinsätze und dient als Basis für wirtschaftliche Vermarktung.
Kurz gesagt: Das VPP denkt überregional und optimiert für den Markt und das Gesamtsystem.
In der Praxis arbeiten EMS und VPP heute oft gegeneinander statt miteinander.
Klassische VPPs steuern rein marktpreis- und prognosebasiert, ohne die lokale Eigenbedarfsoptimierung der Liegenschaft einzubeziehen. Lokale EMS wiederum optimieren ausschließlich innerhalb des Standorts – Marktpreise oder Echtzeitsignale aus der Vermarktung spielen für sie meist keine Rolle.
Da Eigenverbrauchsoptimierung und Börsenvermarktung häufig konträre Ziele verfolgen, führen unkoordinierte Systeme zu Zielkonflikten, ineffizienten Fahrplänen und Prognoseabweichungen beim Vermarkter und beim Stromlieferanten - und damit z.T. auch zu Ausgleichsenergiekosten.
Der Markt entwickelt sich deshalb klar in Richtung integrierter Lösungen: Ein VPP muss künftig auch die lokale Situation kennen und berücksichtigen, um eine wirtschaftliche und stabile Vermarktung sicherzustellen.
Energiekoppler vereint diese beiden Welten bereits heute: Unser VPP umfasst auch EMS-Funktionalitäten und ermöglicht damit eine abgestimmte, konfliktfreie Steuerung von Markt- und Eigenverbrauchsoptimierung. Nur so können Batteriespeicher ihr volles Potenzial entfalten.
Im nächsten Beitrag zeigen wir, wie weit das Flexibilitätswerk als VPP mit EMS umgeht und stellen einige EMS-relevante Funktionalitäten vor.