Das Flexibilitätswerk von Energiekoppler als VPP-as-a-Service

VPP-as-a-Service für zuverlässige und skalierbare Vermarktung

Ein Virtuelles Kraftwerk ist die technische Grundlage, um Batteriespeicher und erneuerbare Energieanlagen für die Vermarktung nutzbar zu machen. Dafür braucht es jedoch mehr als nur eine Softwareplattform.

Neue Anlagen müssen schnell und zuverlässig angebunden werden, Daten erhoben und verarbeitet, Fahrpläne und Live-Steuersignale umgesetzt und viele Prozesse automatisiert ausgeführt werden.

Genau darauf ist das Flexibilitätswerk von Energiekoppler als White-Label-Lösung ausgelegt – von der Anlagenanbindung bis zum kontinuierlichen Betrieb des VPPs wird alles übernommen, damit Kunden sich auf Ihr Kerngeschäft fokussieren können.

Anlagenanbindung

Wenn neue Anlagen in ein Portfolio eingebunden werden sollen, übergeben Kunden die Onboardingliste, damit Energiekoppler die Anlagenbetreiber kontaktieren und eine reibungslose Integration in das Portfolio sicherstellen kann.

So wird sichergestellt, dass die Datenverbindung zuverlässig funktioniert, lokale Besonderheiten von Anlagen berücksichtigt werden und die Anlagenstammdaten sauber gepflegt sind.

Angebunden werden können alle Arten erneuerbarer Erzeugungsanlagen (PV, Wind, BHKW, Geothermie) sowie flexibel steuerbare Anlagen (BESS, Power to X, EV Charger, …) über zahlreiche verschiedene Kommunikationsstandards, u.a.:

-          REST API

-          IEC 60870-5-104

-          Modbus TCP

-          SunSpec

-          OPC UA

-          MQTT

Dadurch wird sichergestellt, dass alle Anlagen unabhängig von Vermarktungsart oder lokalen Besonderheiten integriert und Kunden standardisiert zur Verfügung gestellt werden können – ohne dass diese sich mit der technischen Komplexität verschiedener Anlagenhersteller, EZA-Reger, Kommunikationsprotokolle etc. befassen müssen.

Abgeschlossen wird der Integrationsprozess mit Steuerungs- bzw. Kapazitätstests sowie bei Bedarf Präqualifikationsfahrten für Anlagen, die am Regelleistungsmarkt partizipieren.


Das Flexibilitätswerk im laufenden Betrieb

Im laufenden Betrieb erhalten Vermarkter (die entweder das Flexibilitätswerk selbst nutzen, oder im Auftrag eines Kunden die Vermarktung übernehmen) alle erforderlichen Datenpunkte, Flexibilitätsbänder und Verfügbarkeitsinformationen aller Anlagen und Anlagenpools, um das Portfolio bestmöglich zu optimieren.

Die daraus entstehenden Fahrpläne und Live-Steuersignale werden an das Flexibilitätswerk zurückgemeldet, und von diesem zuverlässig umgesetzt. Dabei werden alle Besonderheiten und Restriktionen berücksichtigt, verschiedene Funktionen genutzt um z.B. Batterierampen so umzusetzen dass Abweichnungen und daraus resultierende Ungleichgewichte im Bilanzkreis minimiert werden.

Für erneuerbare Erzeugungsanlagen kann auf Asset- oder Poolebene ein Curtailment Strike Price definiert werden, ab dem die Anlage basierend auf Prognosen automatisiert abgeregelt wird, sobald die Einspeisung von Strom nicht mehr wirtschaftlich ist.

Für Behind-the-Meter Liegenschaften mit mehreren verschiedenen Anlagen stehen ebenfalls zahlreiche Funktionalitäten zur Verfügung, um den optimierten Betrieb gemäß Kundenvorgaben sicherzustellen, beispielsweise eine Lastspitzenkappung oder die Abregelung der Überschusseinspeisung, wenn der Curtailment Strike Price unterschritten wird.


Wenn etwas nicht wie geplant funktioniert

Kein Anlagenportfolio läuft immer problemlos. Es gibt zahlreiche Vorkommnisse, die die reibungslose Vermarktung eines Portfolios behindern können:

-          Abbruch der Kommunikationsverbindung zur Anlage

-          Fehlende oder unplausible Messwerte

-          Ungeplante Nichtverfügbarkeiten

-          Technische Fehlfunktionen der Anlagen

-          Nicht oder nicht korrekt kommunizierte Änderungen an Anlagen

In diesen Fällen übernimmt Energiekoppler umfangreiche Supportaufgaben. Manche Probleme werden von Kunden erkannt und über den 24/7 Support gemeldet, viele werden von Energiekoppler durch das Monitoring erkannt und identifiziert oder gleich ganz behoben, bevor Kunden überhaupt mitbekommen, dass etwas nicht wie beabsichtigt funktioniert hat.


Wer profitiert von den Vorteilen des Flexibilitätswerks als VPP-as-a-Service Angebotes?

·       Direkt- und Flexibilitätsvermarkter

Vermarkter profitieren vor allem davon, über eine einzige Schnittstelle standardisierte Daten aller Anlagen und Pools zu erhalten, ohne sich selbst mit der Komplexität der Anlagenanbindung und -integration auseinandersetzen zu müssen sowie den unterschiedlichen technischen Anlagen verschiedener Hersteller, mit all den Kommunikationsprotokollen, EMS-Systemen und Gerätetreibern. So können sie sich auf das Wesentliche fokussieren: Die Optimierung des Portfolios, um maximalen Mehrwert für Anlagenbetreiber zu schaffen.

·       Betreiber großer Anlagenportfolien

Betreiber oder Investoren mit vielen Anlagen können von einem eigenen VPP profitieren, da sie so mehr Kontrolle über das eigene Anlagenportfolio erlangen, und viel leichter den Vermarkter wechseln können. Anstatt alle Anlagen beim bisherigen Vermarkter zu offboarden und beim neuen zu onboarden, mit all dem Aufwand, möglichen Vermarktungsunterbrechnungen und schlimmstenfalls Problemen beim Übergang kann das Portfolio im Virtuellen Kraftwerk bleiben. Nur die API-Verbindung zum alten Vermarkter wird beendet und zum neuen aufgebaut, sodass der Wechsel reibungslos und mit minimalem Aufwand und Risiko verlaufen kann.

·       Energieversorger

Energieversorger können das Flexibilitätswerk als technische Infrastruktur nutzen, um Energieflüsse zu managen und eigene Erzeugungsanlagen zuverlässig zu steuern. Ob der erzeugte Strom zu Kunden geliefert wird oder über PPAs oder an der Börse verkauft werden soll, liefert das Flexibilitätswerk die erforderlichen Werkzeuge für eine zuverlässige Umsetzung.