Anforderungen an die Software Virtueller Kraftwerke

Die Software ist das Herzstück jedes Virtuellen Kraftwerks (VPP). Sie entscheidet darüber, wie effizient, flexibel und marktfähig der Anlagenverbund agieren kann. Eine leistungsfähige VPP-Plattform muss nicht nur Energieflüsse koordinieren, sondern auch Prognosen, Marktprozesse, Netzanforderungen aber auch lokale z.B. vertragliche oder technische Restriktionen z.T. in Echtzeit verarbeiten.

Kurz gesagt: Eine VPP-Software muss auch Funktionalitäten eines lokalen Energiemanagements beinhalten, um die Komplexität der Anforderungen und Restriktionen im Griff zu haben.

Echtzeit-Datenverarbeitung und Prognosealgorithmen

Eine VPP-Software muss große Mengen an Messdaten in Echtzeit verarbeiten – etwa zur Steuerung von PV-Anlagen, Speichern oder Verbrauchern.

Wesentliche Funktionen sind:

  • Live-Monitoring von Erzeugung, Verbrauch, Nichtverfügbarkeiten von Anlagen, netzseitige Anforderungen (z.B. Netzanschlussbegrenzungen oder Begrenzungen des Leistungsgradienten)
  • Automatisierte Fahrplanoptimierung und Dispatching
  • Wetter- und Lastprognosen verarbeiten
  • Reaktion auf kurzfristige Marktpreise oder Netzsignale

Nur mit zuverlässigen Prognosealgorithmen und der Möglichkeit in Echtzeit zu regieren, können Erlöse maximiert, Ausgleichsenergiekosten minimiert und Netzdienstleistungen effizient erbracht werden.

Hinweis: Im Flexibilitätswerk von Energiekoppler werden unterschiedliche hilfreiche Softwarefunktionalitäten angeboten, um bestmögliche Prognosegüte zu erhalten und in Echtzeit Prognoseabweichungen auszugleichen. Dazu gehören u.a. Trading Scenarios zur Abbildung von Anlagen in der Überschusseinspeisung und um mehrere Vermarktungsoptionen (z.B. Spitzenlastkappung mit Börsenvermarktung) miteinander zu kombinieren.  

Skalierbarkeit, Modularität und Schnittstellen (APIs)

Ein VPP-System muss skalierbar sein – von wenigen bis zu mehreren tausend Assets. Ebenso wichtig sind modulare Funktionen, die sich je nach Geschäftsmodell flexibel zuschalten lassen (z. B. Direktvermarktung, Regelenergie, Flexibilitätsvermarktung).

Zentrale Anforderungen:

  • Offene Schnittstellen (APIs) zur Integration von Drittsystemen (z. B. CRM, Abrechnung, Netzportale)
  • Mandantenfähigkeit für White-Label-Modelle oder Stadtwerke
  • Cloud-basierte Skalierung für hohe Datenvolumina und Flexibilität im Betrieb

Integration von Smart Metering, IoT, Steuerboxen

Eine leistungsfähige VPP-Plattform muss verschiedene Hardwarekomponenten sicher und standardisiert einbinden:

  • Steuerboxen / IoT-Gateways (z. B. CLS-Schnittstelle, Modbus, MQTT)
  • Fernwirktechnik & Netzschnittstellen (Redispatch 2.0, §14a EnWG)
  • Usw.

Ziel ist die Sicherstellung einer durchgängigen Kommunikation vom Gerät bis zur Plattform – sicher, zuverlässig und interoperabel.

Hinweis: Mit dem modularen Flexibilitätswerk realisieren Sie Ihr eigenes Virtuelles Kraftwerk – komplett von der Anlagen- bis zur Marktanbindung. Skalierbar, flexibel und ohne erforderliches eigenes Vorwissen.

Fazit

Die Software Virtueller Kraftwerke muss mehr leisten als klassisches Energiemanagement. Sie ist Echtzeitplattform, Handelssteuerung, Prognosemaschine und Kommunikationszentrale in einem – und bildet damit die Grundlage für wirtschaftliche, skalierbare Energievernetzung.

Tipp: Im nächsten Abschnitt zeigen wir, welche Geschäftsmodelle auf Basis moderner VPP-Plattformen bereits erfolgreich umgesetzt werden.

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